Sonntag, 11. Januar 2015

Weltpolitik kompakt - Teil 1

Dritter Weltkrieg und die Versklavung der Europäer
Schon seit längerer Zeit ist in den Medien immer wieder von bürgerkriegsähnlichen Zuständen die Rede. Die Leitmedien stellen diese Prozesse häufig als Konflikte dar, die von unterschiedlichen Interessengruppen verschiedener religiöser oder ethnischer Gesinnungen geleitet werden. Oft werden die „Führer“ oder „Diktatoren“ solcher Regierungen als grausame Machthaber dargestellt, die ihr eigenes Volk unterdrücken und versklaven. In der Regel bilden sich daraufhin Oppositionen als Gegenbewegungen heraus, die das unterdrückte Volk von ihrer Versklavung zu befreien versuchen. Tatsächlich strebt jeder Mensch nach Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung. Warum sich unsere Demokratie jedoch in eine völlig entgegengesetzte Richtung entwickelt und die Bürger der westlichen Welt selbst immer mehr zu Sklaven mutieren, findet leider nur sehr selten die verdiente mediale Aufmerksamkeit in der tendenziösen Berichterstattung. Warum auch, wenn Massenmedien fest in der Hand derer sind, die das Volk zu ihren Gunsten manipulieren wollen. Eine schleichende Entwicklung, die jenen Menschen Sorgen bereiten sollte, die sich für eine gerechtere und friedvollere Welt einsetzen.

Vom Terror zum Bürgerkrieg
Seit dem Beginn des Irakkriegs weiß die Bevölkerung, dass viele Vorwände nur verbreitet wurden, um militärische Interventionen zu rechtfertigen. Nach den Anschlägen des 11. Septembers wurde eine neue Bedrohungslage erschaffen, die einer Kriegserklärung gleichkam. Unabhängig davon, welche Interessengruppen hinter diesen Anschlägen standen; kurz darauf konnten Ressourcenkriege geführt werden, die zuvor undenkbar gewesen wären. Doch heutzutage lassen sich heiße Kriege in einer derartigen Form kaum noch von unseren Politikern als solche verkaufen, ohne dass gleich Massenkundgebungen wie den bekannten „Mahnwachen“ stattfinden. Aus diesem Grund müssen private Sicherheitsfirmen und Geheimdienstoperationen herhalten, um geostrategisch wichtige Gebiete zu destabilisieren. Leider immer zum Leidwesen der dort lebenden Bevölkerung. Der unstillbare Energiehunger des westeuropäischen Kontinents spielt dabei eine zentrale Bedeutung, die kaum Beachtung findet. Schaut man sich die aktuelle politische Lage in der Welt an, wird schnell klar, warum bürgerkriegsähnliche Zustände in Syrien und der Ukraine herrschen. Dass die wahren Hintergründe in den Leitmedien nur selten oder bruchstückhaft erwähnt werden, hat einfache Gründe, die erst bei einer näheren Betrachtung zum Vorschein kommen.

„Achse des Bösen“ oder „Achse der fossilen Energieträger“
Europa ist abhängig von Rohstoffquellen, die sich auf der „Achse des Bösen“ befinden. Schurkenstaaten wie der Iran und Russland sind neben Katar und Saudi-Arabien die wichtigsten Lieferanten für fossile Energieträger. Wer in der BILD-Zeitung liest, die sich übrigens der Stärkung des transatlantischen Bündnisses verschrieben hat, dass es sich bei dem Iran und Russland um Schurkenstaaten handelt, der sollte auch wissen, dass man die „Achse des Bösen“ genauso gut als „Achse der fossilen Energieträger“ bezeichnen könnte. Denn neben Russland verfügt der Nahe Osten über die weltweit größten Vorkommen an Erdöl und Erdgas.   

Beschäftigt man sich etwas näher mit dem weltweiten Ressourcenverbrauch, kommt schnell die Vermutung auf, dass auf langfristiger Sicht die Nachfrage das vorhandene Angebot bei weitem übersteigen wird. Indem wir Erdöl und Erdgas verbrennen, vernichten wir unwiderruflich die letzten Reste einer Droge, von der wir uns abhängig gemacht haben. Wann sich die Kurven von Angebot und Nachfrage überschneiden werden, hängt auch im besonderen Maße davon ab, ob sich neue Technologien wie das „Fracking“ durchsetzen werden und eine grüne Energiewende gelingt. Doch auch hier sind einige wichtige Punkte anzuführen, die einem moderaten Ausgang dieses Konflikts entgegenstehen. Zum Einen werden seltene Erden für den Umstieg auf regenerative Energieträger benötigt, die ebenfalls nur begrenzt verfügbar sind. Andererseits könnte sich Fracking auch als Utopie erweisen, die der Welt nur vorgaukeln soll, dass unkonventionelle Fördertechniken tatsächlich als Alternative anzusehen sind. Hochgiftige Chemikalien zusammen mit Wasserdampf in Schiefergestein zu pumpen, um ganze Landstriche zu verseuchen, kann nicht die endgültige Lösung dieser Problematik sein. Eine Unabhängigkeit von konventionellen Energiequellen kann somit nur für einen kurzen Zeitraum hinausgezögert werden, allerdings inklusive aller negativer Folgen für Umwelt, Trinkwasser und Landwirtschaft. Hinzu kommt die steigende Nachfrage aus China und Indien, was folglich zu einer noch schnelleren Verknappung fossiler Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle führen wird.

Das Märchen vom Petrodollar
Seit Richard Nixon 1973 die Golddeckung des Dollars aufhob und die Vormachtstellung der Weltleitwährung durch eine Öldeckung austauschte, wurde Erdöl zum Wohlstandsmotor und der Dollar zum unverzichtbaren Vertrauenssymbol. Ohne Erdöl wäre keine Automobil-, Chemie- und Pharmaindustrie in einer derartigen Form denkbar, wie wir sie heutzutage vorfinden. Die Liste abhängiger Industriezweige ließe sich noch ewig weiterführen. Unsere gesamte Infrastruktur ist mittlerweile so stark vom Öl abhängig, dass jedes Mittel legitim erscheint, Lieferwege und neue Ressourcen in fremden Ländern zu erschließen. Erdölexportierende Länder mit Machthabern, die sich gegen den Dollarhandel ihrer Rohstoffe stemmen und mit Fremdwährungen zu ersetzen versuchen, geraten ins Feindbild des Westens. Denn es hängen nicht nur unzählige Arbeitsplätze von fossilen Energieträgern ab, unsere gesamte Bequemlichkeit baut auf einen versiegenden Rohstoff, dessen Verteilung essentiell für das Überleben einer ganzen Volkswirtschaft geworden ist. Mit der Gründung und Monopolisierung der Standard Oil Company durch John D. Rockefeller im Jahr 1870 wurde der Grundstein für eine kleine Machelite gelegt, die bis zum jetzigen Zeitpunkt noch die Fäden der Weltpolitik in den Händen hält. Selbst eine Zerschlagung dieses Unternehmens konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass der aus Schulden finanzierte militärisch-industrielle Komplex der Amerikaner noch bis heute die Ressourcenwege verteidigt und jede Regierung zu stürzen versucht, die sich autark verhält. Eine Art römisches Reich der Moderne also, in dem die Europäische Union zum Handlanger einer verdeckt agierenden Machtelite geworden ist. Doch nicht nur leicht erschöpfbares Erdöl ist zu einer Waffe der globalisierten Welt geworden, auch Erdgas spielt als Energieträger eine immer bedeutendere Rolle.

Eine ganze Reihe von politischen Ereignissen hat gezeigt, dass es unverzichtbar für die global agierenden Energiekonzerne geworden ist, die Ressourcenwege zu kontrollieren. Die Energiekonzerne der USA haben jedoch einen scharfen Konkurrenten bekommen. Mittlerweile hat auch Washington bemerkt, dass die Weltpolitik des 21. Jahrhunderts nur derjenige mitbestimmen kann, der neben den Erdölquellen auch Gaspipelines kontrolliert. Und genau hier landen wir erneut bei den Konflikten der Transitländer für Erdgaslieferungen nach Westeuropa; der Ukraine und Syrien.  Dort werden absichtlich Konflikte initiiert, für die jeder einzelne europäische Verbraucher mitverantwortlich ist. Wir wollen nicht auf unseren Wohlstand verzichten, den wir uns durch harte Arbeit über die Jahre mühsam aufgebaut haben. Doch am Ende sind es wir Konsumenten, die dafür sorgen, dass Transitländer wie Syrien oder die Ukraine zum Spielball der Großmächte werden.

Wir leben im Zeitalter der Informationskriege und sind der inneren Zerrissenheit des Misstrauens hilflos ausgeliefert. Welche Quellen erscheinen noch vertrauenswürdig? Der Geldadel versucht mit allen Mitteln, die eigene Vormachtstellung aufrechtzuerhalten. Große Leitmedien werden aufgekauft, um breite Bevölkerungsschichten zu manipulieren. Unabhängigkeit in der Berichterstattung wird zunehmend wichtiger, denn niemand soll sein eigenes Leben für einen Krieg aufs Spiel setzen, der nur den Interessen des Geldes dient. Tatsächlich bewegen wir uns auf eine Versklavung zu, in der jeder Bürger zu einer Nummer degradiert wird. Eine elektronische Ziffer, die streng den Regeln des Systems zu folgen hat. Zeitgleich führen Monopolbildungen und Ausweitungen des amerikanischen Standards durch Handelsabkommen und Firmenzukäufe zu einer Verschlechterung der sozialen Umstände. Die Machtkonzentrierung steigt, während die Ungleichheit der sozialen Schichten weiter zunimmt. Konferenzen wie das Bilderberg-Treffen sind der Beweis für eine zusammenhängende Weltpolitik, die maßgeblich von wenigen Großkonzernen gelenkt wird. Die eigentliche Demokratie wird dabei ausgehöhlt. Sobald TTIP beschlossene Sache ist, können Investoren ganze Staaten auf Schadensersatz verklagen, wenn durch deren Gesetzgebung die Gewinne der Konzerne geschmälert werden. Es ist also davon auszugehen, dass langfristig eine Versklavung der Menschen in Europa angepeilt wird, während die Rohstoffkonflikte weiter eskalieren.

Versklavung der Bevölkerung  
Wir alle wurden unfreiwillig in eine zivilisierte Welt hineingeboren, deren Strukturen darauf beruhen, vom Erdöl versorgt zu werden. Ohne Nachschub fallen ganze Wirtschaftszweige wie Kartenhäuser in sich zusammen. Auch die lebensnotwendige Nahrungsmittelindustrie samt Supermarktketten tragen zum Überleben unserer Gesellschaft bei. Kommt es durch Verknappung und steigender Nachfrage zu ungewollten Lieferengpässen, die den Ölpreis unerwartet ansteigen lassen, springen Spekulanten sofort darauf an. Schaut man sich die Kursentwicklung des Ölpreises an, fällt auf, dass dieser immer künstlich auf Niveau gehalten wird und sich derzeit auf Talfahrt befindet. Dadurch soll auch die Botschaft verkündet werden, dass Wirtschaft und Wohlstand weiter wachsen können. Dass ungebremstes Wachstum in einem begrenzten Raum irgendwann unweigerlich zu Spannungen führen muss, sollte jedem klar sein, der die Gefahr eines dritten Weltkriegs für ein pures Hirngespinst linker oder rechter Gesinnungen abtut. Ohnehin zeigt sich am Beispiel der Montagsdemonstrationen, dass langsam ein kollektives Bewusstsein in der Bevölkerung stattfindet. Zum Leidwesen der Initiatoren, die zu Unrecht medial korrumpiert werden. Denn es geht ausschließlich um die Sicherung des Friedens in Europa. Und dieser ist nach den jüngsten Ereignissen in der Ukraine auch dringend notwendig.

(Fortsetzung exklusiv bei NEOPresse - im zweiten Teil von "Weltpolitik kompakt" werden die Interessen der Großmächte im Hinblick auf die Krisen in Syrien und der Ukraine etwas näher beleuchtet)

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